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Schimmelpilzproben

Kontaktproben

Zum Nachweis oder zur Bestimmung der Pilze wird die sichtbar mit Schimmelpilzen befallende Oberfläche direkt mittels Klebefilmproben bzw. Abklatschproben beprobt.

Diese Methode wird empfohlen

  • bei sichtbarem Befall
  • nach Quellensuche bei Gerüchen ohne sichtbaren Befall
  • bei feuchten Bauteilen ohne sichtbaren Befall
  • bei baulichen Problemkonstruktionen nach Lokalisierung einer Schimmelpilz-Quelle

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Abklatschplatte nach Anzucht von Schimmelpilzen

Luftkeimsammlung

Bei der Luftkeimsammlung werden z.B. 100 Liter Luft über ein Nährmedium gesaugt. Auf den verschiedenen Nährmedien werden die keimfähigen Schimmelpilzsporen und Bakterien aus der Raumluft im Labor angezüchtet. Die Luftkeimsammlung wird meist in Kombination mit der Partikelsammlung durchgeführt. Beide Methoden ergänzen sich.

Diese Methode wird empfohlen

  • bei sichtbarem Befall, um die Gesundheitsgefährdung durch die Atemluft darzustellen
  • als Sanierungskontrolle
  • bei gesundheitlichen Beschwerden
  • bei baulichen Problemkonstruktionen

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Voll belegtes Nährmedium nach Luftkeimsammlung

Partikelsammlung

Bei der Partikelsammlung werden z.B. 200 Liter Luft über ein Klebepräparat gesaugt und im Labor mikroskopisch ausgewertet. Es werden alle Sporen, sowohl die keimfähigen als auch die abgestorbenen Sporen und Fragmente von Schimmelpilzen aus der Raumluft erfasst. Die Partikelsammlung wird meist in Kombination mit der Luftkeimsammlung durchgeführt. Beide Methoden ergänzen sich.

Diese Methode wird empfohlen

  • bei sichtbarem Befall, um die Gesundheitsgefährdung durch die Atemluft darzustellen
  • als Sanierungskontrolle
  • bei gesundheitlichen Beschwerden

Materialproben

Bei sichtbarem Schimmelpilzbefall aber auch bei einem Verdacht auf Schimmelpilze werden Materialproben genommen. Das kann z.B. ein Stück Tapete oder eine Probe aus einem Bohrkern sein. Materialproben können auf unterschiedliche Art analysiert werden:

  • als Verdünnungsreihe nach Aufbereitung (Anzüchten der keimfähigen Sporen)
  • Mikroskopische Untersuchung von Folienkontaktproben von dem Material
  • Abklatschuntersuchung (Anzüchten der keimfähigen Sporen)

Diese Methode wird empfohlen bei

  • sichtbarem Befall
  • nach Quellensuche bei Gerüchen ohne sichtbaren Befall
  • feuchten Bauteilen ohne sichtbaren Befall
  • baulichen Problemkonstruktionen nach Lokalisierung einer Schimmelpilz-Quelle

Klimalangzeitmessungen/Datenlogger

Durchführung einer meist 14-tägigen Messung der relativen Luftfeuchtigkeit, Raumlufttemperatur sowie Wandtemperatur mit integrierter Taupunktberechnung.

Diese Methode wird zur Darstellung des langfristigen Raumklimas und zur Darstellung möglicher Wärmebrücken aufgrund der zusätzlichen Erfassung der Wandtemperatur an einem von Schimmelpilzen befallen Wandbereich angewandt. Anschließend wird das Diagramm ausgewertet und ein Bericht erstellt.